Ein Rollator ist ein anerkanntes Hilfsmittel. Das heißt: Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Versorgung – in vier Schritten.
1. Verordnung vom Arzt
Hausärztin, Orthopäde oder Neurologin stellen ein Hilfsmittelrezept über einen Rollator aus. Wichtig: Die Verordnung muss innerhalb von 28 Tagen eingelöst werden – danach verfällt sie.
2. Rezept bei PVM einreichen
Foto genügt – per WhatsApp oder Upload. PVM holt die Genehmigung bei der Kasse ein und klärt, welches Modell die Kasse trägt. Du musst dafür nicht mit der Kasse telefonieren.
3. Kassenmodell oder Aufzahlung?
Die Kasse übernimmt einen Standardrollator (meist 8–10 kg). Wer ein leichteres, faltbares Modell möchte, zahlt die Differenz als wirtschaftliche Aufzahlung – oft 150–300 €. Dazu kommt die gesetzliche Zuzahlung: 10 % des Preises, mindestens 5 €, höchstens 10 €. Wer von Zuzahlungen befreit ist, zahlt nichts.
4. Einstellen, einweisen, losgehen
Griffhöhe, Bremsen, Sitz – der Rollator wird im GesundZentrum oder beim Hausbesuch eingestellt. Auf dem Testparcours zeigt sich in fünf Minuten, ob das Modell passt.
Muss der Rollator zurückgegeben werden?
Kassenmodelle werden von vielen Krankenkassen leihweise im Wiedereinsatz bereitgestellt: Sie bleiben Eigentum der Kasse und gehen zurück, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Bei Aufzahlungsmodellen hängt das vom Vertrag ab – PVM sagt vorher, was gilt.
Kaufen oder leihen?
Für die Reha-Zeit oder den Besuch der Eltern reicht ein Leihrollator. Wer täglich unterwegs ist, profitiert von einem eigenen, leichten Modell – inklusive Diebstahl-Codierung durch PVM.
Was in den ersten 48 Stunden organisiert sein sollte
Die Entlassung kommt oft schneller als gedacht – und zuhause fehlt dann das Pflegebett, der Toilettenstuhl oder schlicht ein Plan. Diese Liste hilft, nichts zu vergessen.
Noch im Krankenhaus
Entlassmanagement ansprechen. Jedes Krankenhaus muss die Nachversorgung organisieren. Der Sozialdienst kann Hilfsmittel, Medikamente und häusliche Krankenpflege für bis zu 7 Tage verordnen.
Hilfsmittel-Verordnungen mitnehmen: Pflegebett, Toilettenstuhl, Rollator oder Rollstuhl, Duschhocker, Inkontinenzmaterial.
Medikamentenplan und Arztbrief einfordern, Hausarzttermin für die erste Woche vereinbaren.
Pflegegrad beantragen – formlos bei der Pflegekasse, Leistungen gelten ab Antragsdatum. Auch aus dem Krankenhaus heraus möglich.
Zuhause vorbereiten
Pflegebett und Hilfsmittel liefern und aufbauen lassen – PVM in Bielefeld innerhalb von 48 Stunden.
Bad sichern: Haltegriffe, Duschhocker, Toilettensitzerhöhung, Antirutschmatte.
Wege frei räumen, Teppiche und Kabel entfernen, Nachtlicht aufstellen.
Hausnotruf organisieren, wenn die Person zeitweise allein ist.
Pflegedienst, Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege prüfen – die Pflegeberatung hilft bei der Auswahl.
Wer hilft?
Die PVM Pflegeberatung klärt Ansprüche, übernimmt Verordnungen und Kassenprozesse und koordiniert Lieferung, Aufbau und Nachversorgung – eine feste Ansprechperson für die Familie. Wenn du nicht in Bielefeld wohnst, kümmert sich der Care Concierge vor Ort.
Die sieben wirksamsten Maßnahmen – und wer sie bezahlt
Die meisten Stürze zuhause passieren im Bad: nasse Flächen, hohe Wannenränder, nichts zum Festhalten. Sieben Maßnahmen, nach Wirkung sortiert:
Haltegriffe an Dusche, Wanne und WC – richtig positioniert, fest verschraubt.
Duschhocker oder Duschsitz – Duschen im Sitzen nimmt die Sturzangst.
Antirutschmatten in Wanne und Dusche, rutschfeste Vorleger davor.
Toilettensitzerhöhung mit Armlehnen – Aufstehen ohne Hilfe.
Badewannenlifter oder Wannenbrett, wenn die Wanne bleiben soll.
Licht: Bewegungsmelder, Nachtlicht auf dem Weg zum Bad.
Umbau: bodengleiche Dusche, Türverbreiterung – mit Zuschuss.
Wer zahlt?
Duschhocker, Toilettensitzerhöhung und Badewannenlifter sind Hilfsmittel – mit Rezept meist Kassenleistung. Für Umbauten bezuschusst die Pflegekasse wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.180 € je Maßnahme (ab Pflegegrad 1). Die PVM Wohnraumberatung kommt nach Hause, prüft das Bad und stellt den Antrag mit.
Wie lange ist ein Rezept für einen Rollator gültig?
28 Tage ab Ausstellung. Foto per WhatsApp an PVM – dann läuft die Frist nicht mehr gegen die Familie.
Rollstuhl leihen in Bielefeld – geht das kurzfristig?
Ja. Leichtgewicht-Rollstühle und Rollatoren sind als Leihgeräte verfügbar – ab einem Tag, auch ohne Rezept. Kostenlos leihbar für Stadtbesuche ist außerdem der RollBi.
Was ist die Pflegehilfsmittelpauschale?
Bis zu 42 € monatlich von der Pflegekasse für Verbrauchsprodukte – ab Pflegegrad 1, bei Pflege zuhause. Antrag und Abrechnung übernimmt PVM mit der PflegeBox.
Pflegebett – kaufen oder über die Kasse?
Mit Verordnung stellt die Kasse ein Pflegebett in der Regel leihweise. PVM liefert, baut auf und weist ein – in Bielefeld innerhalb von 48 Stunden.
Wie sichere ich einen Rollator gegen Diebstahl?
PVM codiert Rollatoren mit einer individuellen Kennzeichnung – registriert, sichtbar, abschreckend. Dazu ein kleines Rahmenschloss für Einkauf und Arztbesuch.
Meine Eltern wohnen in Bielefeld, ich nicht. Wer kümmert sich?
Der PVM Care Concierge: 30 Minuten Erstberatung, danach organisiert eine feste Ansprechperson vor Ort Hilfsmittel, Rezepte, Kasse, Lieferung, Aufbau und Nachversorgung – und hält die Familie auf dem Laufenden.