PVM bringt die Versorgungspraxis auf der REHACARE in den politischen Dialog
Auf der REHACARE in Düsseldorf diskutierte Markus Wendler mit Politik und Verbänden darüber, wie Erfahrungen aus der Hilfsmittelversorgung stärker in politische Entscheidungen einfließen können.

Wie können Politik und Hilfsmittelbranche gemeinsam eine verlässliche und zukunftsfähige Versorgung gestalten? Darüber diskutierte Markus Wendler, geschäftsführender Gesellschafter der PVM GmbH, am 23. September 2026 beim GesundheitsProfi Forum auf der REHACARE in Düsseldorf.
An der Podiumsdiskussion nahmen außerdem die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach, Christiana Hennemann von rehaKIND und Henning Schweer, Generalsekretär von „Wir versorgen Deutschland“, teil. Im Fokus stand die Frage, wie Erfahrungen aus der täglichen Hilfsmittelversorgung stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden können.
Wir organisieren Versorgung, nicht nur Produkte
Markus Wendler machte deutlich, welche Bedeutung Hilfsmittel innerhalb des gesamten Versorgungsweges haben. Sie können eine sichere Entlassung aus dem Krankenhaus überhaupt erst ermöglichen, Mobilität und Selbstständigkeit erhalten sowie pflegende Angehörige und Pflegekräfte im Alltag entlasten. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention und helfen dabei, kostenintensive Folgebehandlungen oder stationäre Aufenthalte zu vermeiden.
Hilfsmittelversorgung darf deshalb nicht allein anhand des Preises eines einzelnen Produktes bewertet werden. Entscheidend sind ihre Wirkung für die betroffenen Menschen und die möglichen Einsparungen im gesamten Gesundheits- und Pflegesystem.
Wenn Prozesse die Versorgung ausbremsen
Unterschiedliche Prüfverfahren der Kostenträger, lange Bearbeitungszeiten und Absetzungen trotz medizinisch notwendiger und tatsächlich erbrachter Leistungen führen zu Verzögerungen und zusätzlichem Verwaltungsaufwand.
Ein besonderer Widerspruch zeigt sich im Entlassmanagement: Benötigte Hilfsmittel müssen häufig bereits im häuslichen Umfeld bereitstehen, während sich die Patientin oder der Patient noch im Krankenhaus befindet. Ohne diese vorbereitende Versorgung kann eine sichere Entlassung oftmals gar nicht erfolgen.
Seine klare Forderung lautet daher: Komplexe Versorgungsfälle müssen sorgfältig geprüft werden. Einfache und medizinisch eindeutige Versorgungen sollten dagegen auch einfach, schnell und verlässlich umgesetzt werden können.
Praxis, Politik, Kostenträger und Wissenschaft zusammenbringen
Für PVM bedeutet politischer Dialog, reale Versorgungsprobleme sichtbar zu machen, diese mit belastbaren Zahlen einzuordnen und konkrete Lösungsvorschläge einzubringen. Das PVM GesundZentrum Bielefeld bietet hierfür eine geeignete Plattform: Auf mehr als 750 Quadratmetern verbindet es praktische Versorgung und Beratung mit Pflege, Wissenschaft, Erprobung und regionaler Vernetzung.
Die Podiumsdiskussion auf der REHACARE bot eine weitere wichtige Gelegenheit, die Perspektive der Versorgungspraxis unmittelbar in die politische Diskussion einzubringen.
Veröffentlicht am 6. Oktober 2026 · Alle Beiträge
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