Wer viel liegt oder lange sitzt, hat ein höheres Risiko für Druckgeschwüre. Die richtige Matratze, ein passendes Sitzkissen und gute Lagerung entlasten die Haut. Wir beraten, klären die Kasse und liefern.
Ein Dekubitus ist eine Schädigung der Haut durch anhaltenden Druck – er entsteht oft schneller, als man denkt.
Weichlagerungsmatratzen verteilen den Druck auf eine größere Fläche, Sitzkissen entlasten im Rollstuhl oder Sessel.
Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Kasse die Versorgung in der Regel – wir stellen den Antrag.
Matratze, Pflegebett und Lagerungshilfen liefern wir in Bielefeld zusammen.
01 · Risiko
Wer besonders gefährdet ist
Druckgeschwüre entstehen dort, wo Knochen dicht unter der Haut liegen: am Steißbein, an den Fersen, an den Hüften und am Hinterkopf. Besonders gefährdet sind Menschen, die
die meiste Zeit liegen oder im Rollstuhl sitzen,
sich nicht mehr selbst umlagern können,
wenig essen und trinken oder stark abgenommen haben,
Durchblutungsstörungen oder Diabetes haben.
Eine gerötete Stelle, die nach dem Umlagern nicht verschwindet, ist ein Warnzeichen. Sprechen Sie dann mit Ihrer Arztpraxis oder dem Pflegedienst – und mit uns über die passende Versorgung.
02 · Liegen
Weichlagerung im Bett
Eine Weichlagerungsmatratze gibt dort nach, wo der Körper aufliegt, und verteilt den Druck auf eine größere Fläche. Sie liegt wie eine normale Matratze im Pflegebett oder Bett und braucht keinen Strom. Lagerungskissen helfen zusätzlich, Fersen und Gelenke frei zu lagern.
Welche Matratze passt, hängt vom Risiko, vom Körpergewicht und davon ab, wie beweglich jemand ist. Wir beraten Sie dazu und stimmen die Versorgung auf das Pflegebett ab.
03 · Sitzen
Sitzkissen für Rollstuhl und Sessel
Wer viele Stunden im Rollstuhl oder Sessel verbringt, braucht ein Sitzkissen, das den Druck vom Gesäß nimmt. Es gibt Kissen aus Schaumstoff, mit Gel oder mit Luftkammern, jeweils passend zur Sitzfläche des Rollstuhls. Im GesundZentrum probieren Sie aus, wie Sie darauf sitzen.
Antidekubitus-Matratzen und -Sitzkissen sind Hilfsmittel. Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Versorgung in der Regel – Sie zahlen höchstens die gesetzliche Zuzahlung. Wir reichen die Unterlagen ein und liefern, sobald die Genehmigung da ist.
Bei Pflegebedürftigkeit kann je nach Hilfsmittel auch die Pflegekasse zuständig sein. Welche Kasse zahlt, klären wir für Sie.
05 · Ablauf
So läuft es ab
1
Verordnung
Von Hausarztpraxis, Facharzt oder Klinik – oft zusammen mit dem Pflegebett.
2
Rezept an PVM
Ein Foto genügt – über Versorgung anfragen.
3
Kasse klären
Wir beantragen die Kostenübernahme.
4
Liefern und einweisen
Matratze und Lagerungshilfen bringen wir mit, auf Wunsch zusammen mit dem Pflegebett.
Häufige Fragen
Was wir oft gefragt werden
Zahlt die Kasse eine Antidekubitus-Matratze?
Mit ärztlicher Verordnung in der Regel ja. Sie zahlen höchstens die gesetzliche Zuzahlung von 10 % des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen Weichlagerung und Wechseldruck?
Weichlagerungsmatratzen verteilen den Druck über eine größere Fläche und kommen ohne Strom aus. Wechseldrucksysteme verändern den Druck aktiv über Luftkammern und werden meist bei höherem Risiko eingesetzt. Welche Versorgung passt, richtet sich nach der ärztlichen Einschätzung.
Kann ich das Sitzkissen vorher ausprobieren?
Ja, im GesundZentrum am Südring. Bringen Sie den Rollstuhl am besten mit – dann prüfen wir gleich, ob Größe und Höhe passen.
Ersetzt die Matratze das Umlagern?
Nein. Sie entlastet, ersetzt aber nicht das regelmäßige Umlagern, gute Hautpflege und ausreichend Essen und Trinken. Pflegedienst und die Pflegekurse im GesundZentrum helfen dabei.
Wie schnell ist die Matratze da?
Sobald die Kasse zugestimmt hat, liefern wir in Bielefeld zügig – zusammen mit dem Pflegebett innerhalb von 48 Stunden.